EDGE OF THE BLADE: “Distant Shores” – erfrischend und markant

Aufgrund der immensen Veröffentlichungsflut im AOR/Melodic Rock-Bereich wird es immer schwerer sich zu behaupten und ein Ausrufezeichen zu setzen. EDGE OF THE BLADE können da den Fokus auf sich setzen durch die sehr rau-markante Stimme von Sänger John Francis (After Hours). “Distant Shores” (VÖ: 26.11.2021, AOR Heaven) überzeugt durch eingängige Hardrock-Vibes die durch ex-SHY-Drummer Alan Kelly und Gitarrist Miguel Angel Lopez ihre kompetente Unterstützung erhalten.

Was unterscheidet “Distant Shores” also von anderen Werken des Genre!? Definitiv erst einmal die Stimme. Die Ähnlichkeiten zu Journey’s Vocalisten stimmt mich als alten Journey-Fan natürlich erst einmal positiv ein. Das punktuell sehr prägnant einsetzende Piano. Durch kleine markante Gitarren-Sticheleien wirkt kein Song wie der andere. Die dazu geschriebenen Hooks bei vielen Songs (“How Long”) bleiben im Ohr. “Killing Me” als treibendes Start-Element, das impulsive “It’s The Love”. Das ausufernde Verlangen Songs nicht künstlich (“Wait Forever”, “Back To You”, “Lonely To”) in die Länge zu ziehen. Der Einheitsbrei wurde größtenteils geschickt umgangen.
Nach dem Ausflug in härtere Gefilden in den letzten Jahren erscheint mir “Distant Shores” wie ein Ankommen bei den Wurzeln der Protagonisten. “Distant Shores” ist ein erfrischendes Melodic-Rock-Album mit wenig Durststrecken.

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Quelle: Germusica, Edge Of The Blade, YouTube